Winterpause! The submarine will be open again from March 15th 2018 on!

(Translation is in progress)

Mit dem griechischen Physiker Archimedes (ca. 285 - 212 v.Chr.) beginnend haben sich seit der Antike zahlreiche Gelehrte, Erfinder und Abenteurer mit der Idee eines unter Wasser fahrenden Bootes beschäftigt. Bis zur Zeit um 1800 haben wir allerdings wenig konkrete Angaben über tatsächlich stattgefundene Tauchversuche. Selbst die bekannten Namen und deren Einsatzbeschreibungen sind nicht wirklich nachweisbar (Pique 1962, Bushnell 1776 mit der "Turtle", Fulton 1801).

Alle Versuche waren zum Scheitern verurteilt, denn Holz, bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts das einzige Schiffsmaterial, war dem Druck unter Wasser nicht gewachsen und geeignete Kraftmaschinen für den Antrieb gab es noch nicht. Zumindest Ersteres änderte sich in den Plänen des Drechslers, Berufssoldaten und Erfinders Wilhelm Bauer. Im Dienste des dänischen Heeres beschäftigte er sich damit, wie eine Brücke trotz Bewachung vom Wasser aus zu sprengen sei. Seine Konstruktionen für den "Submarineapparat Brandtaucher" wurden zunächst in einem Miniaturmodell verwirklicht und 1850 mit stark eingeschränkten finanziellen Mitteln in die Tat umgesetzt.
Am 1. Februar 1851 fand dann das erste Probetauchen statt, das Boot übernahm wahrscheinlich etwas zu viel Ballastwasser, wurde stark achterlastig und sank auf den Boden der Förde. Das Sparen am Material und das damit verbundene Abweichen von den eigentlichen Konstruktionsskizzen hatte sich fatal ausgewirkt, wenn auch die Mannschaft sich nach 6,5 Stunden dank des Druckausgleichs retten konnte.
Trotz dieses Misserfolges gilt der "Brandtaucher" (1887 gehoben und jetzt im Armeemuseum in Dresden zu besichtigen) als ein Meilenstein auf dem Weg zu tauchfähigen Booten, auch deshalb weil Wilhelm Bauer zahlreiche weitere Modelle entwarf (u.a. "Seeteufel") und als einer der ersten erkannte, dass der Antrieb durch Menschenkraft nicht ausreichte und man sich mit den Möglichkeiten des gerade aufkommenden Dieselmotors beschäftigen müsste.

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